Kategoriearchive: Aus dem Netz

Nachrichten, die das Netz betreffen

26.09.2016: Anhaltende Störungen

Den ganzen Tag über schon ist der Freifunk vielerorts nur sehr eingeschränkt bis gar nicht nutzbar. Der Grund dafür ist eine DDoS-Attacke auf den Hoster bei dem einige wichtige Systeme von Freifunk Niersufer und des Backbones vom Freifunk Rheinland e.V. gehostet sind.

Wir hoffen, dass man dort das Problem zeitnah eingrenzen und die Störer isolieren kann. Solange können wir nur um Verständnis und Geduld bitten.

Alles neu, macht der… März!

Wechsel auf L2TP

Nachdem am vergangenen Wochenende bereits die L2TP-Updates für Mönchengladbach und Niersufer ausgerollt wurden, folgte Anfang der Woche schließlich Moers. Somit sind nun – bis auf wenige Ausnahmen – die Router via L2TP mit unseren Supernodes verbunden. Das sorgt nicht nur für Entlastung auf unseren Severn, sondern beschert den Nutzern auch einen wirklichen Performance-Boost auf den kleinen Routern.

Wir werden Kontakt zu den Knotenaufstellern suchen, deren Router das Update nicht automatisch erhalten haben. Mittelfristig werden wir den Support für FastD komplett einstellen.

Gluon 2016.1-Beta

Derzeit arbeiten wir an Beta-Images mit dem aktuellen Gluon 2016.1. Diese werden in Kürze auf dem Images-Server bereitgestellt. Da diese einen neuen Branch „beta2016“ erhalten, sind sie nicht über den Autoupdater zu installieren. Wer in den Genuß der neuen Version kommen will, muss das Image im Config-Mode oder über die Konsole von Hand installieren, oder den Autoupdater-Branch über die Konsole umstellen.

Weiteres Update von Gluon 2015.1

In Kürze werden wir ein weiteres Update auf Basis von Gluon 2015.1 ausrollen. Hiermit werden neue DNS-Namen für die Verbindungen zu den Supernodes eingeführt, die uns ein wenig Loadbalancing erlauben. Damit wollen wir zukünftig die Last auf unseren Supernodes gleichmäßiger verteilen.

 

Aus Meshviewer wird Meshflix

Wir haben gerade die Meshviewer auf map.freifunk-niersufer.de und map.freifunk-moenchengladbach.de auf den aktuellsten Stand gebracht. Unser Meshviewer basiert nun auf einem Fork von Matthias Fehl und heißt ab jetzt „Meshflix„.

Überarbeitet wurde das gesamte Benutzerinterface, ein Bug im Koordinaten-Picker wurde behoben (man musste bisher zweimal auf die Zielstelle klicken) und es wird nun angezeigt ob ein Node die VPN-Verbindung über „fastd“ (Schloss) oder „L2TP“ (Weltkugel) herstellt. Außerdem werden die Statistik-Grafiken nun Client-Seitig erzeugt, was unseren Statistikserver entlastet.

vpn-status

Erste Umstellung auf L2TP in Mönchengladbach

Die Tests mit „L2TP“ statt „fastd“ waren erfolgreich. Die Infrastruktur dafür ist hergestellt, die Firmware-Images stehen als Beta-Version bereit.

In den nächsten Tagen werden wir das Update offiziell als „stable“-Version ausrollen und damit Mönchengladbach als erstes Netz im Niersufer komplett auf „L2TP“ umstellen.

Wer es nicht abwarten kann, „L2TP“ zu nutzen, der kann seinen Auto-Updater auf „beta“ umstellen, um schon jetzt in den Genuß der neuen Firmware zu kommen.

 

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Fast 60 Mbit/s mit einem TL-WR841Nv8, Client via gelbem Port direkt angeschlossen

Neuer Tunnel: L2TP statt FastD

Bisher setzen wir im Niersufer als VPN-Tunnel-Protokoll den „Fast and Secure Tunnelling Daemon“ kurz „fastd“ ein. Dieser sorgt nicht nur auf den Routern selber für soviel Last, dass die kleineren Modelle nur wenige MBit/s Bandbreite liefern können, auch auf unseren Supernodes bereitet uns „fastd“ einige Bauchschmerzen.

Der Grund dafür ist, dass „fastd“ unter Linux im Userspace läuft, sämtliche sonstige Netzwerkkommunikation (mit der Netzwerkkarte, mit dem B.A.T.M.A.N.-Protokoll für Freifunk) aber im Kernerl stattfindet. So muss für jedes Datenpaket der Kontext zwischen Kernel- und Userspace gewechselt werden, was hohe CPU-Last erzeugt. Die Supernodes schaffen auf Grund ihrer potenten Hardware zwar trotzdem ein paarhundert MBit/s, sind aber was die CPU-Last angeht ziemlich am Rande dessen, was noch vertretbar ist.

Als Alternative könnte man nun weitere Supernodes in Betrieb nehmen, um die Last in der Breite zu verteilen oder den Supernode-VMs mehr CPU-Leistung zuteilen, damit diese nicht mehr ausgelastet sind. Irgendwann muss man sich dann aber auch fragen, ob es Sinn macht, die Designprobleme mit „fastd“ durch immer mehr Leistung – und dadurch auch durch immer mehr Energie – zu kompensieren. Wir haben für uns nun entschieden, dass es keinen Sinn mehr macht.
Daher werden wir in Zukunft das „Layer 2 Tunneling Protocol“ kurz „L2TP“ als Tunnelprotokoll und Tunneldigger als Dienst einsetzen – wie das bereits einige andere Freifunk Domänen heute schon tun.

Um mal ein paar Zahlen zum Vergleichen zu nennen: ein kleiner TP-WR841N/ND schafft mit „fastd“ knapp 10 MBit/s Bandbreite, mit „L2TP“ schafft er ohne Probleme 50 Mbit/s und mehr.

Verschweigen wollen wir allerdings auch nicht, dass „L2TP“ im Gegensatz zu „fastd“ keine Verschlüsselung der Daten mehr bietet. Die Daten werden „nur“ im Tunnelprotokoll eingekapselt und dann an unsere Supernodes geschickt. Rechtlich hat das allerdings keine Relevanz.

Wir arbeiten aktuell an den Firmware-Images mit „L2TP“-Unterstüzung und zeitgleich werden die Supernodes fit für „L2TP“ und Tunneldigger gemacht. Die ersten Images sollten bald zum Testen bereitstehen.

Anfangs werden wir „L2TP“ und „fastd“ parallel betreiben, mittefristig wird aber komplett auf „L2TP“ umgestellt werden. Für „L2TP“ müssen ggf. in eurer Firewall neue/andere Ports freigeschaltet werden:
4215 (Netz Niersufer)
4216 (Netz Mönchengladbach)4217 (Netz Moers)

[fixed] Meshviewer funktioniert nicht

Aktuell haben wir leider ein paar Probleme mit dem Server, der die Daten für die Karten erstellt. Dadurch funktionieren die Meshviewer in den Communities sowie unsere Statistiken derzeit nicht.

Wir arbeiten an einer Lösung.

UPDATE

Die Probleme konnten gelöst werden, die Kartendaten werden wieder wie gewohnt erzeugt und die Communities haben wieder einen funktionierenden Meshviewer und aktuelle Statistiken.
Danke auch an Manuel Trier für seine Mithilfe.